Der wohl härteste aber mit Sicherheit höchste Marathon Deutschlands fand Samstag an der Zugspitze statt. Mit dabei waren Silvia Rusche und Karl Berndstrotmann, die vom Trailrun berichten:

Zugspitze2Um 6 Uhr ging es froh gelaunt los, über 300 Läufer wurden bei bestem Wetter auf die Strecke mit insgesamt 3.965 Hm im Aufstieg und 1.993 Hm im Abstieg geschickt. Ganz harmlos fing es an, der 1. km war noch ganz eben, genau das Richtige um warm zu werden. Aber dann kam schon der erste Anstieg, bis auf 1852 ging es rauf. Die Strecke war schön, es ging über Waldwege und schmale Trails zum 1. Verpflegungspunkt. Die nächsten 10 km waren sehr angenehm zu laufen, fast nur bergab, wieder runter auf 979 m. Hier konnte man an der Versorgungsstelle Biberwier noch mal seine Trinkblase auffüllen. Das war auch nötig, denn das schwerste Stück der Strecke stand uns jetzt bevor. Es ging nur noch bergauf im hochalpinen Gelände. Die Wege wurden immer schmaler und wir mussten die ganze Zeit hoch konzentriert bleiben! Ein falscher Tritt und man wäre abgestürzt. Auch echte Kletterpassagen, nur mit einem Drahtseil gesichert, mussten wir bewältigen. Die Wege waren als solche kaum noch zu erkennen. Der Untergrund wurde immer gerölliger und rutschiger, so dass an ein Laufen nicht mehr zu denken war. Als wir dann auch noch durch Schnee stapfen mussten, waren wir froh, als plötzlich ein Schild auftauchte: Nur noch 4 Km.ZS-urkunden

Aber die hatten es dann noch in sich: über 900 Höhenmeter mussten wir noch bewältigen! Aber die Überraschung kam am Schluss, der letzte Kilometer wurde uns geschenkt. Es zog eine Gewitterfront heran, so dass der Veranstalter sich gezwungen sah, das Rennen kurz vor dem Zugspitzgipfel abzubrechen. Sicherheit geht vor!!
Wir waren glücklich, diesen Lauf ohne Verletzungen überstanden zu haben. Wir finishten diesen gemeinsam in 9:32 Stunden und belegten damit Plätze im vorderen Drittel (AK-Wertung Silvia 7. und Karl 13.) Damit sind wir bestens zufrieden.

Insgesamt gesehen war dieser Lauf anstrengender als wir erwartet haben, dafür wurden wir mit so manch tollem Ausblick entschädigt.

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